Arbeitsgruppe

Suchterkrankungen zählen zu den häufigsten psychiatrischen Erkrankungen überhaupt. Bei der Entstehung der Abhängigkeit spielen biologische, genetische, soziale und psychologische Einflussfaktoren eine wesentliche Rolle.

   
Die Arbeitsgruppe  beschäftigt sich mit verschiedenen Themen aus dem Bereich der Suchtmedizin. In diesem Kontext bearbeitet die Arbeitsgruppe sowohl Fragestellungen zur Neurobiologie als auch zu sozialen Auswirkungen der verschiedenen Abhängigkeitserkrankung wie beispielsweise Stigmatisierung oder Delinquenz. Neben Grundlagenforschung werden auch epidemiologische und klinische Studien durchgeführt. Dabei beschäftigt sich die Arbeitsgruppe intensiv sowohl mit sogenannten stoffgebundenen Abhängigkeiten (Alkohol-, Nikotin-, Medikamente, illegale Drogen) wie auch mit stoffungebundenen Süchten (Internet- und Computerspielabhängigkeit, Glücksspielabhängigkeit).

Themen der Arbeitsgruppe

Neurobiologie von 

Abhängigkeits-

erkrankungen

Ein wissenschaftlicher Schwerpunkt der Arbeitsgruppe sind die epigenetische Regulation spezifischer Kandidatengene sowie Genom-weite Analysen der DNA-Methylierung bei Patienten mit Abhängigkeitserkrankungen, in Kooperation mit der Arbeitsgruppe von Prof. Frieling und dem Labor für molekulare Neurowissenschaften.

Ein wissenschaftlicher Schwerpunkt der Arbeitsgruppe sind die epigenetische Regulation spezifischer Kandidatengene sowie Genom-weite Analysen der DNA-Methylierung bei Patienten mit Abhängigkeitserkrankungen, in Kooperation mit der Arbeitsgruppe von Prof. Frieling und dem Labor für molekulare Neurowissenschaften. Zudem beschäftigt sich die Arbeitsgruppe intensiv mit der Bedeutung neurotropher Faktoren bei Suchterkrankungen, der Appetit- und Volumenregulation sowie Veränderungen spezifischer Neurotransmittersysteme.

 

Die Arbeitsgruppe ist zusammen mit den Arbeitsgruppen von Prof. Frieling und Prof. Bleich sowie dem Labor für Molekulare Neurowissenschaften Teil des nationalen und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsnetzwerkes AERIAL und bearbeitet innerhalb des Netzwerkes den Bereich der epigenetischen Forschung. In diesem Rahmen arbeiten wir auch mit dem europäischen IMAGEN-Projekt zusammen.

 

In Kooperation mit den Arbeitsgruppen von Prof.'in Müller aus der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie der Arbeitsgruppe von Prof. Krüger werden Untersuchungen zu Verhaltenssüchten sowie Bildgebungsstudien durchgeführt.

Wir führen Studien zur Effektivität medikamentöser Strategien zur Rückfallprophylaxe bei Abhängigkeitserkrankungen durch sowie zu modernen psychotherapeutischen Verfahren wie beispielsweise metakognitive Therapieansätze in der Behandlung von Suchterkrankungen (in Kooperation mit der Arbeitsgruppe von Prof. Kahl).

Klinische Studien

zur Effektivität medikamentöser und nicht-medikamentöser Therapieoptionen

Somatische Folgen

von abhängigen Verhalten / Transplantationsmedizin

In Kooperation mit der Arbeitsgruppe von Dr. Jäckel aus der Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie beschäftigt sich die Arbeitsgruppe mit neurobiologischen Zusammenhangen zwischen Sucht und der Entwicklung körperlicher Folgeerkrankungen wie der alkoholbedingten Leberzirrhose und deren Bedeutung für die Transplantationsmedizin.

 

Die Arbeitsgruppe ist integraler Bestandteil der klinikübergreifenden Suchtforschungsplattform CARe.

Im Rahmen der epidemiologischen Forschung beschäftigt sich die Arbeitsgruppe schwerpunktmäßig mit den Themen Rauschtrinken (engl.: Binge Drinking) bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, Sucht im Alter, Studien zur aktuellen Versorgungslage bei Suchterkrankungen sowie Untersuchungen zur Häufigkeit von stoffungebunden Abhängigkeiten wie Glücksspiel- und Medienabhängigkeit.

 

Wissenschaftliche Kooperationen bestehen dabei mit dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) und dem Zentrum für Medizinische Versorgungsforschung der Psychiatrischen und Psychotherapeutischen Klinik des Universitätsklinikums Erlangen-Nürnberg.

Epidemiologische Forschung

Fremd- und Selbststigmatisierung

von Patienten mit Abhängigkeitserkrankungen

In diesem Bereich werden Untersuchung der Fremd- und Selbststigmatisierung von Suchtpatienten sowie ihre Folgen für Krankheitsverlauf und Behandlung durchgeführt.

CARe ist ein Verbund verschiedener Arbeitsgruppen des Zentrums für Seelische Gesundheit der Medizinischen Hochschule Hannover, die sich mit Forschung im Bereich von Suchterkrankungen beschäftigen. Der Verbund wird geleitet von Prof. Dr. Thomas Hillemacher (Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie) und von Frau Prof.'in Astrid Müller (Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie). Wissenschaftliche Treffen auch mit Partnern anderer Kliniken und Forschungseinrichtungen der Medizinischen Hochschule Hannover bzw. Kooperationspartnern außerhalb der MHH finden regelmäßig statt. Bei Interesse an einer Beteiligung bzw. Kooperation kann gerne Kontakt mit Prof. Thomas Hillemacher oder Prof.'in Astrid Müller aufgenommen werden.

Medizinische Hochschule Hannover

Klinik für Psychiatrie & Psychotherapie

www.mh-hannover.de

Medizinische Hochschule Hannover

Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie

https://www.mh-hannover.de/psychosomatik.html